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Es ist in Musikkreisen bekannt, dass Chuck Berry der größte Perfektionist unter der Sonne ist. Und jeder Gaststar, der mal mit ihm auftreten durfte, hat das schmerzlich erfahren dürfen und sicherlich auch in der Erinnerung behalten.

In diesem Falle ist es der Gitarren-Hero Keith Richards von den Rolling Stones, der es dem Altmeister bei dem eigentlich simplen Stück „Oh Carol“, das sie gerade einspielen wollen, nicht recht machen kann.

 

Dass Keith Richards diesen Soundcheck überhaupt bis zum Ende mitmachte, ist wohl nur dadurch zu erklären, dass auch er ohne Chuck Berry nie zu dem geworden wäre, was er heute ist. Und dieses auch anerkennt.

“Choo Choo Mama” ist einer der Songs, die wohl jeder junge Gitarrist zu seinem Anfangsrepertoire zählt. Viele Rockbands spielen ihn auf jedem ihrer Konzerte, und steht irgendwo eine Jamsession an, dann kann man ihn hören.

 

Hier nun spielt ihn Alvin Lee, früher Frontmann von „Ten Years After“. Er spielt, wie immer, auf seiner Gibson ES-335, die zufälligerweise (?) auch meine erste Gitarre wurde. Ich nannte sie „Red Lady“, und ich habe sie wirklich geliebt. Sie lebt nicht mehr, und, wenn ich es mir so recht überlege, bin ich mit ihr gestorben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber mir kommen bei diesem Lied oft die Tränen. Ich weiß gar nicht, warum, und eigentlich möchte ich es auch gar nicht wissen. Ute Freudenberg hat in einer Talkshow einmal erzählt, dass auf ihren Konzerten die bloße Ankündigung dieses Liedes den Zuhörern und -sehern die Tränen in die Augen trieb. Und das glaube ich ihr unbesehen.

Weiter mit den Erinnerungen:

“Albatros” (mit einem "s") ist ein reines Instrumentalstück. Und wenn man sich an die verzückten Gesichter der Tanzpärchen in den 70er-Discos erinnert, dann weiß man, dass es eh keiner Worte bedurfte. Und so will ich es auch weiter halten.

Leider nicht mehr das Original, obwohl Mick Fleedwood mitspielt ...