Geben und Nehmen
Wer mit Gott kein Gespräch führen kann, weil ihm das Wort "Bitte!" nicht über die Lippen kommt, der sollte es vielleicht mal mit einem "Danke!" versuchen.
Danke, lieber Gott, für die schönen Erlebnisse, die du mich hast erleben lassen, denn durch sie wurde ich zu einem guten Menschen. Ich danke dir aber auch für die schlimmen Erlebnisse in meiner
bisherigen Zeit, denn durch sie habe ich gelernt, auch die kleinen Dinge, die mir gut taten, schätzen zu lernen, und sie nicht einfach so hinzunehmen. Ich danke dir für die Zeit, die du für mich
hast, wenn ich in stillen Momenten an dich denke und zu dir spreche wie zu einem Freund. Ich danke dir, dass du mich nicht abwiesest, obwohl ich dich schon verflucht und
verloren hatte, als du meine Bitten nicht erhörtest.
Man sollte nie vergessen, dass Gott da ist, auch wenn er einem (vermeintlich) nicht antwortet! Denn es könnte ja sein, dass er doch eine Antwort gab, man sie bloß nicht gehört oder verstanden
hat.
Das wirklich Schöne
Egal, wie groß du die Flügel deiner Gedanken wachsen lässt, und egal, wie großzügig du dem Wind erlaubst, sie wolkenwärts zu wehen, egal, in welche Reiche du auf dem Flug deiner Phantasie kommst, und egal, wie schnell deine Träume dir die Schlüssel zu diesen Reichen übergeben, das Schöne, das wirklich Schöne, wirst du nur finden können, wenn du das Schöne auch in dir trägst.
Dies gilt, wie ich finde, nicht nur für die Welten der Träume, sondern auch für unsere reale Welt.
Was ist jetzt aber das wirklich Schöne? Trägt man es in sich, wenn man die Farben des Regenbogens schmecken, und den Duft einer Rose sehen kann? Oder hat man es, wenn man die Geburt eines Sternes fühlen, und den Lauf der Zeit hören kann?
Ich persönlich bin der Meinung, dass man einen festen Glauben in sich tragen muss. Den Glauben an eine Sache, oder den Glauben an einen Jemand, den Glauben an Gott, oder den Glauben an sich selbst. Hat man solch einen festen Glauben, trägt man das wirklich Schöne in sich, ohne einen Glauben verliert sich der Mensch in sich selbst.
Hat man solch einen Glauben, dann schmeckt man die Farben des Regenbogens, sieht den Duft einer Rose, fühlt die Geburt eines Sternes, und hört den Lauf der Zeit.
Das Licht in der Welt
Wer von uns in den heutigen Tagen meint, sein Leben würde ständig von Schatten verdunkelt sein, der sollte mal in einer
Mußestunde an seinen Physik-Unterricht in der Schule zurückdenken. denn dann fiele ihm höchstwahrscheinlich ein, dass ein Schatten in aller Regel nur ein sicheres Zeichen dafür ist, dass es irgendwo
da draußen ein Licht geben muss.
Ein Licht, das auch für ihn scheint.
Und ebenso einfach ist es nun für ihn, diesem Licht entgegenzugehen, damit der Schatten hinter ihm liegt.
Wenn wir nun die Schule verlassen, wird uns klar, dass es nicht nur die Sonne ist, die Licht spendet, oder eine Lampe oder Kerze. Nein, es kann z.B. auch ein liebes Wort zur rechten Zeit sein, eine Umarmung, eine Zuwendung, eine Aufmerksamkeit und Wertschätzung.
Erkennen wir das, stellen wir fest, dass diese Art des Lichts oftmals sehr viel heller scheint als die Sonne, und uns auch oft sehr viel mehr Wärme spenden kann. Sie kann sogar, wenn wir nicht nachlassen, diese Art Licht zu schenken, einen Menschen gesund machen, oder ihm den inneren Frieden bringen, wie es mir auch schon häufig durch jemand anderen passiert ist.
Sollte es unter uns jemanden geben, der schon sehr lange Zeit kein Licht mehr gesehen und gefühlt hat, und sich mit jeder Faser seines Seins nach ihm sehnt, der soll wissen, dass das nicht Sehen und nicht Fühlen des Lichts auf keinen Fall dessen Nicht-Existenz bedeutet. Er soll wissen, dass schon die Sehnsucht nach dem Licht das Licht selbst ist (frei nach Bettina von Arnheim).
Die Zeit beim Warten auf das Licht kann man sich sehr schön vertreiben: Man könnte sich z.B. mal die Zeit nehmen, anderen Menschen ihr Licht zu bringen. Und wenn man dann sieht, wie glücklich man die Menschen damit macht, wird man zumindest wieder mal lächeln können. Und vielleicht sogar hört die Seele leise Musik.
Man könnte seine Wartezeit auch damit verbringen, einfach nur freundlich zu sein, und man wird selbst glücklicher werden. Man könnte sich sogar die Zeit nehmen, zu lieben. Und man wird feststellen, dass man selbst geliebt wird, und auf einmal sehr reich geworden ist.
Warum man reich geworden ist?
Nun, man hat den Weg gefunden, sich selbst das Licht zu bringen.
Die Dressur des Lebens
Wissen Sie eigentlich, wie man in Indien Arbeitselefanten dressiert?
Wenn sie noch ganz klein sind, werden sie von der Mutter getrennt, und dann mit einem dicken Seil an einen noch dickeren Baum gebunden. Und wenn man weiß, wie sehr die kleinen Elefanten aufs Spielen und Herumtollen versessen sind, und ihre Freiheit in vollen Zügen genießen wollen, dann weiß man wohl auch, wieviele unzählige Male dieser kleine Kerl nun versuchen wird, von diesem verflixten dicken Baum loszukommen.
Es gelingt ihm nicht, so oft er es auch versucht ... und irgendwann gibt er auf.
Dann kann der Trainer ihn mit einem ganz dünnen Seilchen an ein ganz dünnes Bäumchen anbinden ... er wird nie mehr versuchen (auch als sehr großer, alter und starker Elefant nicht), sich loszureißen, denn er weiß mit seinem Elefantengedächtnis, dass es sowieso keinen Zweck haben würde, dies zu tun, er würde scheitern.
Hätte er jetzt nur einmal den Mut, es zu versuchen, würde es gelingen. aber er tut es nicht. Denn er ist dressiert worden, und wird dies auch für immer bleiben.
Viele von uns haben bestimmt unzählige Male versucht, etwas Bestimmtes zu erreichen, sind aber immer und immer wieder gescheitert: Eine Eins in der Schule zu schreiben, abzunehmen, einen neuen Partner zu finden, wieder glücklich zu sein, zu vergessen, Verluste zu bewältigen, usw., usw. Sie wissen sicher, was ich meine.
Wir haben nun den Mut verloren für einen neuen Versuch, unsere Fehlversuche haben uns besiegt, das Leben uns dressiert.
Ich wünsche uns allen den Mut für einen neuen Versuch, die Kraft, es noch einmal zu wagen, und noch einmal, und noch einmal. Bis die Seile der Fehlversuche uns freigeben, und wir ab sofort unser Leben dressieren!!!
Gottes Gedanken
Es gibt u.a. 5 wunderbare Dinge, bei denen sich Gott bestimmt etwas Besonderes gedacht hat:
Bei
1. einer Wiese im Morgentau,
2. dem ersten Sonnenstrahl nach Tagen des Regens,
3. einer stillenden Mutter,
4. einer Stunde absoluter Ruhe und
5. dem Lächeln unter Tränen.